24. März 2015: Sprechen statt schlagen – Kita Welt-Entdecker bietet das Gewaltpräventionsprogramm „Faustlos“ an

Wut und Zorn sind Gefühle, die genauso wie Freude und Fröhlichkeit zum Leben dazu gehören. Das ist auch im Alltag der Kita Welt-Entdecker oft zu sehen - und vor allem zu spüren.

In der Einrichtung werden 83 Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren betreut. Träger ist die Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung e.V. Damit die Kinder frühzeitig lernen, mit ihrer Wut umzugehen, ohne anderen Kindern gegenüber brutal, aggressiv oder rücksichtslos gegenüber aufzutreten, bietet die Kita Welt-Entdecker seit Februar 2015 das Lernangebot „Faustlos“ an.

Einrichtungsleitung Kinga Derecskey-Sciortino erklärt: „Faustlos“ ist ein vom Heidelberger Präventionszentrum entwickeltes Programm, das impulsives und aggressives Verhalten von Kindern verhindern möchte. Gleichzeitig sollen emotionale Kompetenzen wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen und Problemlösungswillen gestärkt werden“. Dies ist besonders wichtig, da aggressives und gewaltbereites Verhalten aus einem Mangel an sozialen und emotionalen Kompetenzen entsteht. Und genau an diesem Punkt setzt „Faustlos“ an: durch das Erlernen von sozialen Kompetenzen soll die gewaltfreie Problem- und Konfliktbewältigung ermöglicht werden.

Im Januar 2015 nahmen die Erzieherinnen und Erzieher der Kita an der Weiterbildung zum Programm „Faustlos“ teil. Schon im Februar starteten die ersten Gruppen, die mit den kompletten Methodenbaukästen inklusive aller Materialien, Bildern, Handpuppen und Geschichten ausgestattet waren.

Gemeinsam mit dem „Wilden Willi“ und der „Ruhigen Schneck“ erlernen die Kinder  in 28 aufeinander aufbauenden Einheiten verschiedene Problemlösungstechniken und den Umgang mit den eigenen Gefühlen und denen anderer Kinder. Kinga Derecskey-Sciortino betont: „Das Programm kommt super bei den Kindern an und bereits nach wenigen Einheiten merken wir, dass die Kinder während der Gruppenaktivitäten das Gelernte umsetzen. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder nach und nach lernen, ihre eigenen Gefühle zu erkennen, diese zu benennen und sie auch bei anderen Kindern deuten zu können“.

Einmal in der Woche wird „Faustlos“ im Stuhlkreis von den pädagogischen Fachkräften der Kita durchgeführt. Dabei müssen die Kinder zum Beispiel Emotionen auf Bildern benennen. Es werden auch die verschiedenen Verhaltensregeln besprochen. Die Kinder sollen lernen, ihre eigenen Gefühle besser zu verstehen und auf die Emotionen ihrer Mitmenschen zu achten. Außerdem eignen sich die Kinder Kenntnisse in verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für Probleme untereinander und  Beruhigungstechniken an. Dies führt dazu, dass die Kinder auch im täglichen Spiel mehr nützliche Vorschläge machen und lernen, mit anderen Kindern zu verhandeln, anstatt sich zu streiten oder gar die Fäuste benutzen.

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